Ein spontanes Karfiolgericht. Manchmal hat man einen intensiven Gusto und dann will man das unbedingt haben. Mir geht es ab und dann so mit Karfiol, auch als Blumenkohl bekannt.
Also musste ein Biokarfiol her, was manchmal gar nicht so einfach ist, wo ich mich dann immer frage, warum spritzt man das Gemüse? Aber gut, das nur nebenbei.
Warum falsche Brösel? Ich hatte erweiterten Gusto auf Bröselkarfiol, weil mich das an meine Kindheit, Heimat erinnerte UND keine Brösel daheim waren. Aber wenn ich mir was einbilde… naja. Ich hätte natürlich einfach bei den Nachbarn läuten können, aber bei der Suche nach Brösel fiel mir eine Menge an Leinsamenvorrat auf. Also warum nicht damit?
Und wie heißt es so schön ausprobieren geht über studieren und so entstand das hervorragend genießbare Leinsamenbröselkarfiolgericht! (langes Wort)
Das Rezept ist ebenfalls schnell geschrieben und die Biozutaten sind wie folgt:
1 Kopf Karfiol/Blumenkohl
1 Tasse Leinsamen oder auch mehr nach Geschmack und Bedarf (in der Kaffeemühle mahlen)
3 EL vegane Margarine/Alsan (Ersatz: Olivenöl)
Salz, Galgant
Zubereitung:
Den Karfiol in einem großen Topf mit gesalzenem köchelndem Wasser weich kochen. Kalt abschrecken, dann zerkleinern (kann man auch schon vorher). In einer Pfanne die Butter oder Öl erhitzen und die gemahlenen Leinsamenbrösel kurz anrösten, Karfiolröschen hinzufügen, darin schwenken. Mit Salz, Galgant (Pfefferersatz) würzen und mit ganzem Leinsamen servieren. Fertig ist ein wundervolles nahrhaftes Essen.
Wenn es Dir auch schmeckt und Du es ausprobierst, schreib ein Kommentar!
Diese Suppe hat mich sehr angelacht, sogar in der nassen Herbstzeit und dann sah ich, dass das Rezept roh war und wusste nicht wirklich, ob mir das wohl schmecken wird. Nachdem ich aber sah wie einfach und schnell das Rezept geht und ich eine vor sich hinvegetrierende Avocado hatte, wurde mir quasi die Entscheidung abgenommen.
Biozutaten:
1 Avocado – zerkleinert bzw. grob geschnitten
1 großer Apfel oder 2 kleinere grob zerkleinert
1 flacher Esslöffel Zwiebel gehackt/zerkleinert
1,5 Hände Vogelmiere (die gibt es fast das ganze Jahr) grob geschnitten
2 EL Olivenöl
Salz und Galgant für die Würze, evtl Paprikapulver oder Frankies Barbecuegewürz (welches mir gerade voll taugt!)
gereinigtes oder Quellwasser – 1-2 Tassen je nachdem wie man die Konsistenz haben möchte
Man kann alles mit dem Stabmixer zerkleinern oder im Hochleistungsmixer. Ich hab zum Stabmixer einen kleinen Mixbehälter, der sich dafür hervorragend eignet.
Zubereitung: ALLES mixen – fertig! Der kürzeste Zubereitungstext ever!
Mit Blütenblättern garnieren oder mit frischer Vogelmiere und servieren. Die Suppe kann man auch im Kühlschrank etwas bevorraten.
Achtung: Die Oberfläche der Suppe wird dann etwas gräuliche, einfach umrühren und die schöne grüne Farbe ist wieder da.
Leider kann man die Farbe auf diesen Bildern nicht gut erkennen, da zu meinen Kochzeiten Finsternis herrscht und das Licht nicht dementsprechend ist = künstliches Licht. Aber ich empfehle wirklich, diese Suppe zu probieren. Ich war sooo angenehm überrascht. Sie ist erfrischend und anders! Wagt es und berichtet!
Gerne auch mit anderen Wildkräutern ausprobieren, wie Giersch, Löwenzahn ….
Die Herbstzeit lädt immer zu vielen orangen Experimenten ein. Diesmal Kürbisgnocchi, wie gewohnt von mir, einfach und relativ schnell. Wenige Zutaten und echt gschmackig. Kürbisteig auch gut vorzubereiten!
Bio-Zutaten:
1/2kg Kürbis
Hokkaido empfehlenswert wegen der Farbe und weil man ihn nicht schälen muss, aber auch andere Kürbisse können verwendet werden
250g Dinkelmehl
2-3 EL Dinkelgrieß
2 EL Erdäpfelstärke / Kartoffelstärke oder auch andere Speisestärke
Salz, etwas Galgant, Frankies Barbecue-Gewürz (optional)
etwas Olivenöl oder vegane Margarine zum Anbraten
Deko: Blüten, frische oder getrocknete Kräuter
Kürbis in kleine Stücke schneiden und in etwas Wasser kochen bis er weich ist. Dann abtropfen und auskühlen lassen. Pürieren oder mit der Gabel zerdrücken, wenn kein Stabmixer zur Hand ist. Das sieht dann so aus:
das Kürbisfleisch war eher geblich-weiß, also keine so tolle Farbe! Schmeckt dennoch!
Alle anderen Zutaten mit dem pürierten Kürbis vermengen. Bis ein – so heißt es – ein einheitlicher Teig wird. Ich habe es 2x probiert und es war immer etwas gatschig. Deutsche Freundin meinte, matschig! Aber ich wollte nicht noch mehr Mehl dazugeben, weil ich den Geschmack als toll empfunden hatte. Es wird vielleicht nicht so sternekochmäßig, aber es schmeckt. Vielleicht kommt mal DAS Foto!
das sind die ohne Stabmixer und gatschig
Dann mit einem Kaffeelöffel kleine Nockerl abstechen. Man könnte auch eine Spätzlereibe verwenden, dann eben Kürbisspätzle!
Grundsätzlich sollte der Teig fester sein, damit man Rollen machen kann und davon kleine Stücke abtrennen kann.
In einem großen Topf Wasser mit Salz zum Kochen bringen. Die Nockerl, Spätzle, Stücke – was auch immer – ins Wasser gleiten lassen. Wenn die Kürbisgnocchi im köchelndem Wasser an der Oberfläche schwimmen, sind sie fertig.
Ich hab sie 1x mit Lauch-Zwiebelgemüse und Petersilienpesto serviert und 1x mit Kohlsprossen und Salat.
Ach so, da war noch was. Die abgetropften Gnocchi in etwas Olivenöl abbraten. Mit Blüten und oder Kräutern garnieren. Fertig ist das super feine Essen.
Ich hatte ja wirklich überlegt, das Gericht gleich noch mal zu kochen, um es zu verbessern und attraktivere Bilder zu bekommen, aber man kann auch zu weniger attraktiven Ergebnissen stehen…… so sei es – Prost!
Entstanden am 16.11.2019 in Bernau am Chiemsee im Zuge des Internationalem Hundesymposium. Danke Britta fürs Testessen!
Manchmal tut es gut eine Reise der Stille zu machen, zu sich zu finden. Hm, was heißt das? Tja, das kann man erst herausfinden, wenn man sich auf den Weg macht. Stillstand führt nicht zur Erkenntnis.
Seit 2013 gönne ich mir eine Zeit der Stille, der Meditation, des Innehaltens, der Klarheit. Was mir dabei hilft? Die Einsamkeit, eine Hütte im Wald. Dies mache ich mir nicht nur zum Geburtstagsgeschenk, nein ich schenke MIR Zeit, Zeit ohne Termine, ohne Müssen, ohne Gespräche. Nein halt, Gespräche ergeben sich unweigerlich, nämlich mit mir.
Ich öffne die rote Holztür, meine ambivalenten Tür zum Alleinsein. Ambivalent deshalb, weil diese Zeit, Überraschungen, Schmerz und Ehrlichkeit offenbart und beherbergt. Nicht immer das, was man sich wünscht…aber es ist heilsam.
Schon beim Öffnen dieser Tür weht mir zur Begrüßung eine eisige Luft in mein Gesicht. Vielleicht ein Vorgeschmack auf das was kommen mag?
Aber da ich zumindest versuche ohne Plan, ohne Ziel und ohne Erwartung zu sein, nehme ich es als Einladung wahr. Als Einladung dieser schweigende Holzhütte, Energie und Wärme einzuhauchen. Noch hält mich mehr im Freien zu sein, ist doch hier warme Luft, einladende Sonne und in der Hütte, Kühle, Dunkelheit und Leere.
Und wieder macht sich in mir das Gefühl von Veränderung breit und auch das Vertrauen, dass es in mir ist, alles ändern zu können.
Und alles beginnt mit einem Schritt. Meine Schritte wandern um die Hütte, ich begrüße den Teich, die Natur, den Wald. Lasse die warme Luft des Herbstes sich mit der kalten Luft des Inneren miteinander vermischen. Ich darf ein paar Blätter und Blüten aus dem Wald entführen, um diese Lichtblicke in das Innere zu bringen. Diese Handlung bringt schon Freude und Leben in mich, in den Raum, den ich mich für eine Woche anvertraue.
Mit meditativen Handgriffen heize ich den kleinen Schwedenofen ein, der mich die nächsten Tage wärmen soll. Während das Prasseln des Feuers zu hören ist, beginne ich Moos, Zapfen, Äste und Blätter zu sammeln, um der Hütte ein Gesicht zu geben. Mit jedem Handgriff werde ich ruhiger, bewusster.
Was aus Erfahrung noch etwas dauern wird, ist, dass ich auf Geräusche oftmals reagiere, weil ich meine, dass das Handy läutet, brummt, bimmelt, vibriert. Auch diese Zeit wird von Jahr zu Jahr kürzer. Denn diese Woche soll auch zeigen, wie abhängig oder auch nicht man von sozialen Medien, wie es so schön heißt, ist.
Ich darf echten Menschen nach dem Weg fragen und nicht einfach das Handy bedienen. Back to the roots. All diese Bequemlichkeiten kosten nicht nur uns Lebenskraft und –energie, sondern verschmutzen die ganze Umwelt. Sämtliche technischen, über das Internet aktivierte Aktionen (wie Fensterläden schließen, Musik nicht mehr selber aufdrehen…usw.) tragen dazu bei und lassen den Menschen verkümmern. Aber das ist eine ganz andere Baustelle, denn auch wenn ich diesen Beitrag online stelle und Du ihn liest, was mich sehr freut, dann muss uns klar sein, verschmutzen wir gerade unsere Umwelt!
Aber zurück zu meinem Ankommen. Den Rest des Tages erlebe ich mit der Sonne, gehend, staunend, meditierend. Stillsein ist in dieser schnellen Zeit nicht immer einfach. Manche langweilen sich schon nach einer Minuten mit sich selbst! Auch das darf wieder erlernt werden. Darf spüren, dass es einem gut tut und dass in dieser Zeit nicht alles rundherum zusammenbricht! Denn davor haben wir doch insgeheim Angst, ohne uns läuft natürlich gar nix….
Ich bekomme auf einen Stein am Waldesrand, der mich zu sich geführt hat. Herzklopfen, Magengrummeln stellen sich ein und viele Gedanken kreisen durch meinen Kopf. Ich spüre schon länger, dass sich eine Veränderung anbahnt. Ich möchte in der Lage sein, sie gelassen zu begrüßen, was immer es sein wird!
Ich brauche lange, bis ich mich auf die Stille, das Rauschen des Baches, einlassen kann. Aber ich habe auch gelernt, dass es mir nicht gut tut, wenn ich versuche, die Gedanken (die noch nie jemand gesehen hat!) krampfhaft los zu werden. Viel effektiver ist es, wenn ich die Gedanken als Blubbern wahrnehme und ihnen sage, sie mögen davonschweben und gleichzeitig konzentriere ich mich wieder auf meinen Atem! (ja das geht, 2 Sachen zu denken, deshalb tun wir uns auch so schwer, nichts zu denken oder leer zu werden)
Ich betrachte den Wald, bin bald berührt von der Vielfalt, von der Buntheit und meine den Wald riechen zu können. Langsam wird es still in mir. Und in solchen Augenblicken spüre ich das Verbundensein, das Berührtsein und Tränen dürfen über meine Wangen rollen. Die Tränen schmecken nach Freude, Demut und Vertrauen. Eine liebevolle Dankbarkeit breitet sich in mir aus.
Mein Blick wird magisch von einem Herbstblatt angezogen. Ich betrachte es genau. Minutenlang lasse ich mich ein, dieses Blatt zu sein. Wie ist das Leben als Blatt? Wie fühlt es sich an, bald loszulassen? nicht mehr zu sein?
Die Konturen des Blattes beginnen zu verschwimmen, ich fühle mich leicht und ich darf die Zartheit und auch die Robustheit dieses Blattes wahrnehmen.
Die Botschaft für HEUTE:
Lass Dich vom Wind, dem Leben treiben, schwinge mit, um stark zu sein und wachsen zu dürfen.
Ich bin ganz begeistert von diesem Kuchen. Zugegeben, nix Klassisches, aber man darf einfach den Mut haben, was Neues auszuprobieren. Das Tolle an dem Kuchen ist, man kann ihn ohne Teig backen, also fast „gsund“.
Wer ihn mit Teig backen will, macht einen veganen Mürbteig.
Die glutenfreie Variante versuch ich auch bald mal. Aber genug gebrabbelt, hier die Biozutaten:
40g Dinkelvollkornmehl
40g Vollrohrzucker
2 TL Weinsteinpulver
1 TL Zimt
1/2 TL Lebkuchengewürz
1 flachen TL Ingwer bzw. nach Geschmack und Wohlwollen
etwas Muskatnuss
1 Prise Salz
1 Prise Nelken (optional)
Kürbispüree (kann man immer auch als Aufstrich, als Beilage nehmen, ist sooooooo herrlich, dafür tuts aber auch weich gekochter Kürbis, pürieren, würzen fertig)
400g Hokkaido
180 ml Pflanzenmilch (Hafer- oder Mandelmilch), wer es nussig mag: Haselnussmilch bzw. -drink
2 EL Oliven- oder Sonnenblumenöl
1 EL Leinsamenmehl (Leinsamen gemahlen oder Erdäpfelstärke)
Vanillemark aus einer Vanilleschote oder Vanillezucker
Zuerst beginne mit dem Kürbispürre.
Kürbis in grobe Stücke schneiden und in etwas Wasser weich kochen.
Inzwischen die trockenen Zutaten vermengen und wenn der Kürbis weich gekocht ist und mit dem Stabmixer püriert ist – zur Not mit der Gabel zerstampfen – die flüssigen Zutaten extra vermengen. Den Ofen auf 200° vorheizen.
Die trockenen mit den flüssigen Zutaten vermengen und in die mit Backpapier ausgelegte Backform füllen.
Ab in den Ofen und ca. 30 -40 Minuten backen – Stäbchenprobe machen.
Wer darunter einen Mürbteig hat, der bäckt bei 180° ca. 50-60 Minuten.
Der Kuchen kann ruhig in der Mitte noch etwas feucht/weich sein, aber nicht flüssig, der Rand sollte etwas Farbe aufweisen.
Dann ist etwas Geduld gefragt, man darf ihn aber auch gleich probieren. Am besten man macht ihn abends, dann kann er über Nacht in den Kühlschrank oder in die kühle Nacht hinaus. Weil er sollte noch die Zeiten – 5-6 Stunden – sich zu setzen, wie man so schön sagt.
Und fertig ist diese wundervolle herbst-winterliche Kürbissüßspeise, die ich das ganze Jahr essen könnte. Hier garniert mit Ringelblumenblütenblättern (langes Wort…)
Nachkochen audrücklich erlaubt und erwünscht. Das Originalrezept stammt von der Albert Schweitzer Stiftung: Pumpkin Pie
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